Unser Zusammenleben erfährt durch die Digitalisierung, die Individualisierung und durch soziale und ökologische Veränderungen einen disruptiven Wandel. Traditionelle Bindungen verändern sich und neue Formen von Gemeinschaften entstehen. Uns interessiert, wie das Konzept der Gemeinschaft – des urbanen Dorfes – in die Zukunft entwickelt werden kann. Wie werden wir zusammen leben? Was für Wohn- und Arbeitsformen werden wir bevorzugen? Was für eine Architektur und was für eine Stadt werden diesen neuen Gemeinschaften gerecht?
Es wird unsere große Aufgabe als zukünftige Architekt:innen sein, auf diese Fragen Antwort zu geben. Wir wollten dazu gemeinsam mit euch das urbane Dorf der Zukunft entwerfen. In diesem Mikroquartier wollen wir den Lebensraum für eine Gemeinschaft von 100 repräsentativen Bewohner:innen mit unterschiedlichsten Biografien, Interessen und Bedürfnissen in Rastatt erschaffen. Das Experiment fand dabei nicht unter Laborbedingungen, sondern im Rahmen einer sehr realen Bauaufgabe und ihren Akteuren in Rastatt statt.
Die große Herausforderung war es, diese völlig unterschiedlichen Lebensstile und Wohntypologien in einem schlüssigen architektonischen Konzept zusammen zu bringen. Wie gelingt es, jedem Bewohner seinen individuellen Lebensstil zu ermöglichen, aber gleichzeitig eine gemeinschaftliche architektonische Identität zu erzeugen?





